• Lesedauer:42 min Lesezeit
Norwegen Geirangerfjord

Es gibt Reisen, die schon lange vor der Abfahrt beginnen – nämlich im Kopf. Wochenlang hatten wir uns auf diese Kreuzfahrt gefreut. Immer wieder schauten wir uns Bilder vom Geirangerfjord, von Bergen oder Ålesund an und fragten uns, ob Norwegen wirklich so beeindruckend ist, wie alle behaupten.

Heute kennen wir die Antwort.

Ja.

Und wahrscheinlich ist genau das der Grund, warum so viele Kreuzfahrtfans immer wieder in den hohen Norden zurückkehren.

Diese Reise führte uns mit der AIDAperla von Hamburg entlang der norwegischen Küste nach Bergen, Geiranger, Andalsnes, Molde, Trondheim, Ålesund, Eidfjord und Stavanger, bevor es wieder zurück nach Deutschland ging.

Wir haben in diesen elf Tagen nicht nur wunderschöne Landschaften gesehen, sondern auch viele kleine Momente erlebt, die man in keinem Reiseführer findet. Genau diese Erlebnisse möchten wir in diesem Reisebericht mit Ihnen teilen.


🚢 Hamburg – Endlich geht es los

🗓️Datum: Dienstag, 25. April 2023
📍 Liegeplatz: Cruise Center Steinwerder
🕗 Liegezeit: 08:00–18:00 Uhr
🌤 Wetter: Wechselhaft bei 8 °C

Schon kurz nach 11 Uhr erreichen wir das Cruise Center Steinwerder. Wer mit dem eigenen Auto anreist, findet direkt am Terminal ausreichend Parkmöglichkeiten. Wir hatten unseren Stellplatz bereits vorab reserviert und können die Koffer direkt an der Gepäckannahme abgeben. Jetzt heißt es nur noch: warten auf den Check-in.

Oder doch nicht?

Unser eigentliches Zeitfenster beginnt zwar erst um 12:35 Uhr, doch AIDA hebt die Zeitfenster kurzerhand auf. Perfekt! Wenige Minuten später stehen wir bereits an Bord der AIDAperla.

Und wie immer ertönt dieser Satz, den viele Kreuzfahrtfans sofort mit Urlaub verbinden:

„Willkommen zu Hause.“

Die ersten Stunden an Bord

Unsere Balkonkabine ist zwar noch nicht bezugsfertig, aber das stört überhaupt nicht. Schließlich wartet das Markt Restaurant bereits mit dem ersten Mittagessen.

Gut gestärkt beginnt anschließend die traditionelle Schiffserkundung.

Auch wenn wir schon mehrfach mit AIDA unterwegs waren, fühlt sich jedes neue Schiff zunächst wie eine kleine Stadt an.

Zwölf Restaurants.
18 Bars und Clubs.
Unzählige Decks.
Pools.
Lounges.
Theatrium.
Beach Club.

Man könnte vermutlich zwei Tage lang nur über das Schiff laufen und würde trotzdem noch etwas Neues entdecken. Genau das macht den Reiz aus.

Als wir schließlich unsere Balkonkabine beziehen können, fällt uns auf, dass sie etwas weniger Stauraum bietet als auf anderen Schiffen. Dafür entschädigt der Balkon schon jetzt mit einem herrlichen Blick auf den Hamburger Hafen. Eine kleine Couch übernimmt kurzerhand die Aufgabe eines zusätzlichen Schranks – improvisieren gehört schließlich auch zum Reisen dazu.

Ein kleiner Tipp für zukünftige AIDA-Gäste

Wer mehrere Smartphones, Kameras, Akkus oder Smartwatches dabeihat, sollte unbedingt eine Mehrfachsteckdose mitnehmen.

In unserer Kabine gibt es lediglich zwei frei nutzbare Steckdosen. Für eine Norwegen-Reise mit Kameraausrüstung, Handys und Powerbanks kann das schnell etwas knapp werden. Eine kleine Steckdosenleiste hat sich für uns deshalb als äußerst praktisch erwiesen.

💡 Reisewelt360-Tipp:
Gerade auf einer Norwegen-Kreuzfahrt entstehen unzählige Fotos und Videos. Denken Sie deshalb auch an genügend Speicherkarten und mindestens eine Powerbank.

Gänsehaut beim Auslaufen

Pünktlich um 18 Uhr lösen sich die Leinen.

Langsam setzt sich die AIDAperla in Bewegung und verlässt Hamburg.

Für viele Gäste beginnt jetzt der eigentliche Urlaub.

Für mich gibt es dabei jedes Mal einen ganz besonderen Moment.

Das Typhon.

Dieses tiefe Hornsignal gehört für mich einfach zu einer Kreuzfahrt dazu. Ich suche deshalb zunächst einen Platz direkt am Bug, finde ihn aber leider nicht. Erst zwei Tage später entdecke ich zufällig den perfekten Standort direkt vor dem Beach Club.

Kleine Enttäuschung?

Vielleicht.

Aber genau solche Kleinigkeiten gehören ebenfalls zu jeder Reise. Und manchmal sind es gerade diese kleinen Entdeckungen, die einem Schiff schnell ein vertrautes Gefühl geben.

Wussten Sie eigentlich…?

Das Typhon-Signal beim Auslaufen ist keine reine Show – es ist gesetzlich vorgeschrieben und dient als Warnsignal für andere Schiffe. Kreuzfahrtfans lieben es trotzdem als Ritual.

Der erste Abend

Nach dem Abendessen im Bella Donna Restaurant besuchen wir die erste Show der AIDA Stars im Theatrium.

Anschließend zieht es uns in den Beach Club, wo wir den ersten Urlaubstag bei der Lasershow gemütlich ausklingen lassen.

Morgen wartet ein entspannter Seetag auf uns.

Und danach…

endlich Norwegen.


🚢 Seetag – Ankommen im Urlaubsmodus

🗓️Datum: Mittwoch, 26. April 2023
🌤️Wetter: Leicht bewölkt bei 6 °C
 
Der erste Seetag der Reise – und der ist genau das, was wir jetzt brauchen. Kein Programm, kein Ausflug, einfach nur ankommen.
 
Wir lassen es ruhig angehen und erkunden weiter die AIDAperla. Am Nachmittag gönnen wir uns eine Lomi-Lomi-Massage. Herrlich! Danach fühlt man sich tatsächlich wie neu geboren.
 

Wayne Morris – ein Phänomen betritt die Bühne

Am Abend steht die erste Wayne-Morris-Show im Theatrium auf dem Programm. Falls jetzt jemand fragt: „Wayne-WER?” – schaut euch am besten mal ein Video von ihm auf YouTube an.
 
Wayne Morris ist einfach unglaublich. Ein super Sänger, ein virtuoser Gitarrist, dazu bedient er noch seine eigene Music-Engine und ist ein begnadeter Entertainer obendrein. Mindestens vier Talente in einer Person – merkt man, dass ich Fan geworden bin?
 
Schon nach den ersten beiden Songs hat er (fast) den gesamten Saal im Griff. Rund 60 Minuten liefert er eine mitreißende Show ab, bei der es am Ende niemanden mehr auf seinem Platz hält.
 
Ein Seetag kann also durchaus die Highlights einer Reise liefern.
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🚢 Bergen – Zwischen Fischmarkt und bunten Holzhäusern

🗓️Datum: Donnerstag, 27. April 2023
📍 Liegeplatz: Jekteviken
🕗 Liegezeit: 08:00–17:00 Uhr
🌤 Wetter: Wechselhaft bei 7 °C
 
Bergen begrüßt uns – die zweitgrößte Stadt Norwegens und einst sogar Hauptstadt des Landes.
 
Vom Liegeplatz aus lässt sich vieles bequem zu Fuß erreichen: der berühmte Fischmarkt, das historische Stadtviertel Bryggen mit seinen bunten Holzhäusern, und für Naturfans eines der größten Aquarien Nordeuropas.
 
Wir entscheiden uns für das Naheliegende und einfach Schöne: ein gemütlicher Spaziergang durch die Altstadt, vorbei am Fischmarkt und entlang des Hafens.
 
Manchmal muss man gar nicht viel planen. Bergen erzählt seine Geschichten auch so – man muss nur hinschauen.
 

🏛 Sehenswürdigkeiten & Ausflugsziele

Vom Liegeplatz aus lässt sich vieles bequem zu Fuß erreichen: der berühmte Fischmarkt, das historische Hanseviertel Bryggen mit seinen bunten Holzhäusern, und die Festung Bergenhus mit der imposanten Håkonshalle und dem Rosenkrantz-Turm. Kunstinteressierte finden in den KODE-Museen eine der weltweit größten Sammlungen von Edvard-Munch-Werken. Wer es sportlicher mag, fährt mit der Fløibahn auf den Hausberg Fløyen und genießt von dort den Blick über die Stadt zwischen den sieben Bergen. Und für alle mit etwas mehr Zeit lohnt sich ein Abstecher zu einem der größten Aquarien Nordeuropas.
 

📜 Geschichte des Hafens

Bergen wurde der Überlieferung nach im Jahr 1070 von König Olav Kyrre unter dem Namen Bjørgvin gegründet und entwickelte sich dank seiner geschützten Lage rasch zum wichtigsten Handelsplatz der norwegischen Westküste. Bis 1299 war die Stadt sogar Hauptstadt Norwegens. 1360 eröffnete die Hanse hier ihr deutsches Kontor – eine der bedeutendsten Handelsniederlassungen Nordeuropas. Das historische Hafenviertel Bryggen wurde nach mehreren verheerenden Stadtbränden immer wieder originalgetreu wiederaufgebaut und zählt seit 1979 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Wussten Sie eigentlich…?

In Bergen regnet es an über 200 Tagen im Jahr – kein Wunder, dass die Bergenser einen eigenen Spitznamen für sich haben: “Innbyggere av regnbyen”, die Einwohner der Regenstadt.

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🚢 Geirangerfjord – Der Tag, der alle Prognosen widerlegt

🗓️Datum: Freitag, 28. April 2023
📍 Liegeplatz: Seawalk
🕗 Liegezeit: 11:00–21:00 Uhr
☀️Wetter: Wolkenlos bei -1 °C
 

Als der Wetterbericht recht behalten sollte

Die ganze Woche über hatte die Vorhersage für heute Schneefall und einen dicht bewölkten Himmel angekündigt. Selbst die „myAIDA HEUTE” versprach für den Geirangerfjord nichts Gutes.
 
Und dann, morgens um 6 Uhr auf dem Balkon: strahlend blauer Himmel, keine einzige Wolke, beste Sicht.
 
Selten habe ich mich so über eine falsche Wettervorhersage gefreut.
 

Schweigend die Einfahrt genießen

Wir sitzen schon in aller Frühe auf dem Balkon, denn die Einfahrt in den Fjord will man nicht verpassen. Ein Tipp, der es wert ist, weitergegeben zu werden: Steh so früh wie möglich auf, nimm dir eine Tasse Kaffee oder Tee, setz dich auf den Balkon oder oben an Deck – und lass dich einfach schweigend beeindrucken. Du wirst es nicht bereuen.
 
Irgendwann meldet sich dann doch der Magen zu Wort und beendet unser andächtiges Schweigen. Also kurz zum Frühstück, bevor es weitergeht.
 

Der Seawalk

Für das Anlegen haben sich die Geiranger etwas ganz Besonderes einfallen lassen: einen schwimmenden, klappbaren Steg, der sich individuell an das jeweilige Schiff anpassen lässt. Eine kleine Ingenieursleistung mit großer Wirkung.
 

Flydalsjuvet – das wohl meistfotografierte Motiv Norwegens

Der heutige Ausflug führt uns zum Flydalsjuvet. Von diesem Aussichtspunkt aus lässt sich eines der meistfotografierten Motive Norwegens selbst einfangen – und bei diesem Wetter gelingt das geradezu perfekt. Strahlend blauer Himmel, von Puderzuckerschnee bedeckte Berge, schwarzblaues Wasser. Ein Foto, an dem ich mich vermutlich nie sattsehen werde.
 
Nach dem Ausflug bummeln wir noch gemütlich durch den kleinen Ort.
 

Ausklang unter Sternen

Den Abend lassen wir nach der Show „Addicted to Love” bei dem einen oder anderen Cocktail ausklingen – und genießen bis weit nach Mitternacht die Ausfahrt aus dem Fjord.
 
Was für ein perfekter Tag ❤️
 

🏛 Sehenswürdigkeiten & Ausflugsziele

Neben dem Flydalsjuvet, unserem heutigen Ausflugsziel, zählen die „Sieben Schwestern” – eine Gruppe imposanter Wasserfälle direkt im Fjord – zu den Wahrzeichen der Region. Wer die Einfahrt lieber von der Straße aus genießt, sollte die spektakuläre Adlerstraße (Ørnesvingen) mit ihren elf Serpentinen nicht verpassen. An den steilen Fjordwänden erinnern zudem alte, längst verlassene Bergbauernhöfe wie Skageflå an das harte Leben früherer Generationen – heute beliebte Wanderziele mit grandiosem Ausblick.
 

📜 Geschichte des Hafens

Die Geschichte des Geirangerfjords reicht rund 2,5 Millionen Jahre zurück: Damals begannen sich erste Flüsse durch das Gestein zu graben, bevor Gletscher der jüngsten Eiszeit vor rund 10.000 Jahren dem Fjord seine heutige, bis zu 300 Meter tiefe Form gaben. Seit der Wikingerzeit ist die Gegend besiedelt, die Menschen lebten von Fischerei und Landwirtschaft. Wegen seiner einzigartigen postglazialen Landschaft wurde der Geirangerfjord 2005 gemeinsam mit dem Nærøyfjord zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt. Der Ort Geiranger selbst zählt heute nur rund 250 bis 300 Einwohner – und empfängt trotzdem jeden Sommer fast eine halbe Million Besucher.

Wussten Sie eigentlich…?

Der Ort Geiranger hat nur rund 250 ständige Einwohner – aber jeden Sommer besuchen fast eine halbe Million Kreuzfahrtpassagiere den Ort.

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🚢 Andalsnes & Molde – Norwegen zeigt sein anderes Gesicht

🗓️Datum: Samstag, 29. April 2023
📍 Liegeplatz: Tindekala / Storkala
🕗 Liegezeit Andalsnes: 08:30–13:00 Uhr / Molde: 15:30–20:30 Uhr
🌨️Wetter: Schneeregen bei 3 °C
 
Heute empfängt uns das Wetter genauso, wie man es im April in Norwegen eigentlich erwartet.
 
In Andalsnes bleiben wir an Bord – das Wetter ist uns schlicht zu ungemütlich, um von Bord zu gehen.
 
Als wir später in Molde ankommen, klart es etwas auf. Wir nutzen die Gelegenheit, gehen von Bord und schauen uns das dortige Shoppingcenter an. Anschließend führt uns ein Spaziergang noch durch die Stadt.
 

Tropical Beach Party bei Schneeregen

Am Abend findet im Beach Club die „Tropical Beach Party” statt. Bei diesem Wetter fast schon ein kleiner running Gag – aber genau das Richtige, um sich trotzdem in Urlaubsstimmung zu bringen.
 
Nicht jeder Tag auf einer Norwegen-Kreuzfahrt zeigt sich von seiner besten Seite. Aber auch das gehört dazu.
 

🏛 Sehenswürdigkeiten & Ausflugsziele

Andalsnes gilt als Tor zu den Bergen: Von hier aus erreicht man die berühmte Passstraße Trollstigen mit ihren elf Haarnadelkurven sowie das markante Romsdalshorn. In Molde selbst lohnt ein Besuch des Romsdalsmuseums, eines der größten Freilichtmuseen Norwegens mit über 50 historischen Gebäuden. Wer schwindelfrei ist, steigt auf den Hausberg Varden und blickt von dort auf mehr als 200 Gipfel der Romsdalsalpen – darunter das markante Romsdalshorn.
 

📜 Geschichte des Hafens

Molde entstand einst aus einem mittelalterlichen Handelsposten und entwickelte sich später zum Zentrum des Textilhandels. Dank eines Ausläufers des Golfstroms herrscht hier ein ungewöhnlich mildes Klima, in dem Rosen in großer Pracht gedeihen – daher der Beiname „Stadt der Rosen”. Historische Bausubstanz sucht man in Molde allerdings vergeblich: Im April 1940 suchten König Haakon VII. und Kronprinz Olav hier kurzzeitig Zuflucht vor den deutschen Besatzungstruppen, bevor die Stadt bei Bombenangriffen fast vollständig zerstört wurde.

Wussten Sie eigentlich…?

Molde wird “Stadt der Rosen” genannt, weil ein Ausläufer des Golfstroms für ein ungewöhnlich mildes Mikroklima sorgt – hier wachsen Pflanzen, die man sonst viel weiter südlich erwartet.

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🚢 Trondheim – Nidarosdom und Speicherstadt

🗓️Datum: Sonntag, 30. April 2023
📍 Liegeplatz: Cruise Pier #68
🕗 Liegezeit: 08:00–17:30 Uhr
🌤 Wetter: Wechselhaft bei 4 °C
 
Auch in Trondheim, der drittgrößten Stadt Norwegens, lässt sich vieles bequem zu Fuß vom Liegeplatz aus erreichen.
 
Besonders empfehlenswert: der Nidarosdom, der Stiftsgarten und die Speicherstadt mit ihren malerisch bunten Holzhäusern, die auf Holzpfählen am Fluss Nidelva stehen.
 

Come Together – und Tanz in den Mai

Für alle Beatles-Fans an Bord gibt es heute die Show „Come Together”. Passend zum Datum folgt im Anschluss im Beach Club der „Tanz in den Mai”.
 
Langeweile? Kommt an Bord jedenfalls nie auf.
 

🏛 Sehenswürdigkeiten & Ausflugsziele

Besonders empfehlenswert: der Nidarosdom, der Stiftsgarten und die Speicherstadt mit ihren malerisch bunten Holzhäusern, die auf Holzpfählen am Fluss Nidelva stehen. Im Stadtteil Bakklandet mit seinen Cafés und Fassaden lässt es sich herrlich bummeln, und von der Festung Kristiansten hat man einen wunderbaren Blick über die ganze Stadt und den Trondheimfjord.
 

📜 Geschichte des Hafens

Trondheim wurde bereits im Jahr 997 vom Wikingerkönig Olav Tryggvason unter dem Namen Nidaros gegründet – „Mündung des Nid” – und war für lange Zeit Norwegens Hauptstadt sowie religiöses Zentrum. Über dem Grab des heiligen Olav, der 1030 in der Schlacht von Stiklestad fiel, entstand ab 1070 der Nidarosdom, der zum bedeutendsten Pilgerziel Nordeuropas wurde. Bis 1906 war er zudem Krönungskirche der norwegischen Könige – sieben Könige wurden hier gekrönt.

Wussten Sie eigentlich…?

Der Nidarosdom wurde über dem Grab des heiligen Olav errichtet. Der Legende nach wuchsen seine Haare und Nägel nach dem Tod weiter – das machte ihn zum Heiligen.

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🚢 Alesund – 418 Stufen mit Aussicht

🗓️Datum: Montag, 01. Mai 2023
📍 Liegeplatz: Storneskaien
🕗 Liegezeit: 08:00–13:30 Uhr
🌤 Wetter: Bewölkt bei 3 °C
 
Alesund ist bekannt für seinen fantastischen Blick von den umliegenden Hügeln auf Stadt und Meer. Eigentlich wollte ich diesmal auf den Zukkertoppen, doch die Zeit ist mir zu knapp. Also fällt die Wahl auf den Aksla – bequem zu Fuß erreichbar, allerdings mit 418 Stufen.

Schnee zur Verschnaufpause

Während einer kurzen Pause an der Kanone fängt es tatsächlich kurz an zu schneien. Genauso schnell hört es aber auch wieder auf, und die Sicht wird erneut besser.
 
Die Aussichtsplattform ist dann schnell erreicht. Dahinter liegt noch eine kleine Anhöhe, unter der sich ein Bunker verbirgt – ein stiller Zeitzeuge vergangener Tage.

Wayne Morris, Runde zwei

Am Abend gibt es die zweite Wayne-Morris-Show – diesmal fast zwei Stunden lang. Auch heute tobt das Publikum wieder im Theatrium.
 
Zum anschließenden Rockkonzert „Born to be Wild” der Band Sleepless im Beach Club schaffe ich es leider nicht mehr. Nach Wayne Morris die Stimmung noch weiter anzuheizen, ist sicher auch keine leichte Aufgabe für die Band.
 
🏛 Sehenswürdigkeiten & Ausflugsziele
Vom Aussichtspunkt Aksla blickt man über die charakteristische Jugendstilarchitektur der Innenstadt, das vorgelagerte Inselreich und die Sunnmøre-Alpen. Im Jugendstilsenteret, dem ehemaligen Apothekengebäude, erfährt man mehr über die Geschichte des Wiederaufbaus. Ebenfalls sehenswert: das Atlanterhavsparken, eines der größten Meeresaquarien Nordeuropas.
 

📜 Geschichte des Hafens

Ålesund erhielt 1848 die Stadtrechte und entwickelte sich rasch zu einem der größten Fischereihäfen Norwegens. In der Nacht zum 23. Januar 1904 zerstörte ein Großbrand, ausgelöst durch eine umgestürzte Petroleumlampe, fast die gesamte, damals überwiegend aus Holz gebaute Innenstadt – rund 850 Häuser fielen den Flammen zum Opfer, etwa 10.000 Menschen wurden obdachlos. Beim anschließenden Wiederaufbau, unterstützt unter anderem durch den deutschen Kaiser Wilhelm II., entstand innerhalb weniger Jahre die heute weltweit einzigartige Jugendstil-Altstadt.

Wussten Sie eigentlich…?

Nach dem verheerenden Stadtbrand 1904 halfen unter anderem Schiffe aus Hamburg und Bremerhaven mit Baumaterial – aus Dankbarkeit steht bis heute ein Denkmal für Kaiser Wilhelm II. in der Stadt.

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🚢 Eidfjord – Ein stilles Highlight der Reise

🗓️Datum: Dienstag, 02. Mai 2023
📍 Liegeplatz: Eidfjord Cruise Pier
🕗 Liegezeit: 10:00–20:00 Uhr
🌤 Wetter: Bewölkt bei 4 °C
 
Die Einfahrt in den Eidfjord ist vielleicht nicht ganz so spektakulär wie die in den Geirangerfjord – und trotzdem wunderschön, wenn das Schiff lautlos zwischen den hohen Bergen dahingleitet.
 
Für mich gehört der Eidfjord definitiv zu den Highlights dieser Reise. Es gibt kaum etwas Besseres, als mit einem Getränk oben an Deck zu sitzen und einfach die Natur auf sich wirken zu lassen.
 

Silent Party im Beach Club

Am Abend steht eine Silent Party im Beach Club auf dem Programm – für mich gehört sowas einfach zu jeder Kreuzfahrt dazu. Jeder hört seine eigene Musik über Kopfhörer, tanzt und singt mit. Und wer lieber nur zuschauen und sich an der Bar unterhalten möchte, kommt ebenso auf seine Kosten.
 

🏛 Sehenswürdigkeiten & Ausflugsziele

Highlight der Region ist der 182 Meter hohe Vøringsfossen-Wasserfall, der spektakulär vom Hardangervidda-Plateau in die Tiefe stürzt – Europas größter Hochebene und ein Paradies für Wanderer. Geschichtsinteressierte besuchen das Gräberfeld Hæreid mit über 350 Gräbern aus der Eisen- und Wikingerzeit sowie die 1309 erbaute Steinkirche Gamle Kyrkje. Auf der Anfahrt passiert das Schiff zudem die imposante Hardangerbrücke, eine der längsten Hängebrücken der Welt.
 

📜 Geschichte des Hafens

Eidfjord liegt am Ende des gleichnamigen Fjords, einem Ausläufer des Hardangerfjords – mit 179 Kilometern der zweitlängste Fjord Norwegens, auch „Queen of the Fjords” genannt. Die Gegend ist bereits seit der Wikingerzeit besiedelt, wie Grabfunde und Runensteine belegen. Über Jahrhunderte lebten die Menschen hier von Fischerei und Handel; heute ist Eidfjord zusätzlich für die Wasserkraft bekannt, die im nahegelegenen Sima-Kraftwerk, einem der größten Norwegens, erzeugt wird.

Wussten Sie eigentlich…?

Die Hardangerbrücke, die man auf dem Weg nach Eidfjord passiert, zählt zu den längsten Hängebrücken der Welt und wurde erst 2013 eröffnet.

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🚢 Stavanger – Weiße Häuser, bunte Kontraste

🗓️Datum: Mittwoch, 03. Mai 2023
📍 Liegeplatz: Strandkaien
🕗 Liegezeit: 10:00–19:00 Uhr
🌤️Wetter: Leicht bewölkt bei 9 °C
 
Endlich mal wärmer! Die Winterjacke darf heute im Schrank bleiben.
 
Stavanger ist immer wieder ein schöner Anblick: die weltberühmten weißen Häuser unter Denkmalschutz, dazu die gegenüberliegenden bunten Häuschen, die einen fröhlichen Kontrast dazu bilden. Auch ein Spaziergang rund um den Breiavatnet, den See mitten in der historischen Altstadt, lohnt sich für alle, die keinen weiten Ausflug unternehmen möchten.
 
Wer mehr Zeit und Lust auf Natur hat, findet in Stavanger reichlich Auswahl – von der Wanderung auf den Prekestolen bis zur Schiffsfahrt durch den Lysefjord ist für jeden etwas dabei.
 
Die Abendshow „The Voice Of The Ocean” verpasse ich leider. Mir wird später berichtet, sie sei sehr professionell und unterhaltsam gewesen.
 

🏛 Sehenswürdigkeiten & Ausflugsziele

Im Viertel Gamle Stavanger stehen rund 170 denkmalgeschützte Holzhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert – eine der besterhaltenen Holzhaussiedlungen Nordeuropas und bis heute ganz normal bewohnt. Einen Kontrast dazu bildet die Fargegaten, eine Straße mit knallbunt gestrichenen Fassaden nahe dem Ölmuseum. Wer sich für die jüngere Geschichte der Stadt interessiert, findet im Norwegischen Erdölmuseum direkt am Hafen anschaulich aufbereitet, wie aus dem einstigen Fischerstädtchen die Energiemetropole von heute wurde. Sportlichere Gäste zieht es zum Prekestolen, einem gut 600 Meter über dem Lysefjord aufragenden Felsplateau, das nach rund vier Stunden Wanderung erreicht ist – wer es gemütlicher mag, erkundet den Fjord stattdessen bei einer Bootstour.
 

📜 Geschichte des Hafens

Als Gründungsjahr Stavangers gilt meist 1125, der Baubeginn der Domkirche, mit der die Stadt zugleich Bischofssitz wurde und zum geistigen Zentrum ganzer Landstriche aufstieg. Über Jahrhunderte lebte Stavanger vor allem von Fischerei und Heringshandel. Erst mit der Entdeckung großer Erdölvorkommen in der Nordsee in den 1960er-Jahren wandelte sich die Stadt zur „Ölhauptstadt” Norwegens – seit 1972 sitzen hier bedeutende Energiekonzerne. 2008 wurde Stavanger zur Europäischen Kulturhauptstadt gekürt.

Wussten Sie eigentlich…?

Bis in die 1960er-Jahre war Stavanger vor allem für Fischkonserven bekannt – erst die Entdeckung von Nordseeöl machte die Stadt zur “Ölhauptstadt” Norwegens.

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🚢 Seetag – Der letzte Tag an Bord

🗓️Datum: Donnerstag, 04. Mai 2023
🌤 Wetter: Bewölkt bei 8 °C
 
Der zweite Seetag der Reise – Zeit, den Rest des Schiffes zu erkunden (und natürlich nochmal in den Shops vorbeizuschauen).
 
Für Familien mit Kindern ist der Badebereich der AIDAperla ein echtes Highlight: mit Wasserrutsche und einem Wildwasserkanal, auf dem man sich auf einem Gummireifen hinuntersausen lassen kann. Auch der Kletterpark lockt alle, die keine Höhenangst haben.
 

Wie Cate Blanchett und Leonardo DiCaprio

Nach der zweiten Massage dieser Reise besuchen wir noch die weiße Spray-Bar mit den riesigen Champagnerflaschen. Über die Wendeltreppe gelangt man von dort auf eine kleine Aussichtsplattform direkt am Bug des Schiffs – und kann sich für einen Moment fühlen wie in einer bekannten Filmszene.
 

Koffer packen – ein bittersüßer Moment

Dann heißt es: Koffer packen. Immer ein kleines bisschen wehmütig, aber wie sagt man so schön? Nach der Reise ist vor der Reise.
 

Der letzte Abend

Wir genießen noch einmal das gute Essen und besuchen die „Abschieds Prime Time” mit unserem Entertainment-Manager Tobi. Anschließend gibt es die Show „Let’s Get Loud” mit den AIDA Stars, bevor wir den Abend bei der letzten Lasershow im Beach Club ausklingen lassen.

🚢 Hamburg – Auf AIDAsehen

🗓️Datum: Freitag, 05. Mai 2023
📍 Liegeplatz: Cruise Center Steinwerder
🕗 Liegezeit: ab 08:00 Uhr
🌤 Wetter: Bewölkt bei 14 °C
 
Im Vorbeifahren sagen wir tschüss zur AIDAperla und bedanken uns – schließlich durften wir mit ihr in den vergangenen Jahren bereits zwei wunderschöne Selection-Reisen erleben.
 
Pünktlich um 8 Uhr legen wir am Cruise Center Steinwerder an. Wir frühstücken noch in aller Ruhe, holen unsere Koffer und machen uns auf den Weg.
 
Keine Wartezeit an den Aufzügen? Das Verlassen eines Schiffes war noch nie so entspannt wie heute.
 
Ein letztes freundliches Winken der Crew, dann hat uns Hamburg wieder.
 
Auf AIDAsehen auf der nächsten Kreuzfahrt!



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